Gute und sichere Wickelgelegenheiten entsprechen der so genannten DIN EN 12221. Demnach sollte sie – je nach Größe der Eltern - zwischen 85 und 92 cm hoch sein, die optimale Arbeitsfläche ist 65 cm tief und 75 cm breit und die Wickelfläche 75 cm tief und 55 cm breit. Barrieren in Form leichter Erhöhungen links, rechts und auf der Rückseite sorgen dafür, dass das Kleine nicht so leicht von der Kommode bzw. dem Tisch rollen kann.
Leicht lösbare Teile und offene Rohr-Enden haben auf einem Wickel-Möbel ebenso wenig zu suchen wie andere "Fangstellen" für Finger, Gliedmaßen und Kopf. Runde Ecken und Kanten sind ein weiteres sicheres Indiz für Kinderfreundlichkeit und Sicherheit. Bei klappbaren Wickeleinrichtungen muss eine Arretierung außerhalb der Reichweite des Kindes dafür sorgen, dass die Wickelauflage nicht plötzlich zusammenklappen kann. Für Wickelauflagen, die sich an die DIN EN 12221 halten, gibt es immer eine Gebrauchsanweisung in der Landessprache.
Beim Kauf der Wickelunterlage empfiehlt sich ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe des Materials: Viele Unterlagen enthalten die Weichmacher Diethylhexylphthalat (DEHP), Dibutylphthalat (DBP) und Benzylbutylphthalat (BBP). Verbrauchertests haben aber auch schon phosphororganische Verbindungen nachgewiesen, die möglicherweise Krebs erregend sind. Als Schutz vor all diesen Stoffen empfehlen Verbraucherschützer, Babys beim Wickeln ein Handtuch unterzulegen. Damit könne verhindert werden, dass Schadstoffe in den Körper gelangen, wenn das Kind schwitzt oder eingeölt ist.